Schipperke
Der Schipperke – Belgiens „kleiner Kapitän“ – ist ein kleiner, fuchsgesichtiger Spitz, der gezüchtet wurde, um Lastkähne und Häuser zu bewachen und entlang der Kanäle Flanderns Ungeziefer zu jagen. Dieses Erbe zeigt sich noch heute in einem neugierigen, selbstbewussten und unermüdlich wachsamen Begleiter. Ein harmonisches Zusammenleben bedeutet, die ausgeprägte Intelligenz und Unabhängigkeit in tägliche Beschäftigung und konsequentes, belohnungsbasiertes Training zu lenken, das dichte doppelte Haarkleid während des saisonalen Fellwechsels zu bürsten und sowohl dem starken Beutetrieb als auch der Bereitschaft, als Wachhund Laut zu geben, ein angemessenes Ventil zu bieten. Geduldige Anleitung und aufmerksame Gesellschaft bringen den treuen, unterhaltsamen kleinen Hund zum Vorschein, der diese Rasse von Natur aus ist.

Alltags-Planer
Stubenreinheit
Mittlerer Aufwand zur StubenreinheitDie Stubenreinheit erfordert bei einem Schipperke große Konsequenz: Es handelt sich um eine intelligente, unabhängige Rasse, die schnell lernt, sobald der Sinn einer Routine erkannt wird. Diese Unabhängigkeit bedeutet jedoch auch, dass nicht allein aus dem Wunsch heraus, zu gefallen, gehorcht wird. Ein vorhersehbarer Zeitplan – häufige Gänge nach draußen im Anschluss an Mahlzeiten, Nickerchen und Spielzeiten, ruhige Beaufsichtigung im Haus sowie herzliches Lob für jeden Erfolg im Freien – baut die Gewohnheit stetig auf. Das Training mit der Hundebox und die Begrenzung des unbeaufsichtigten Zugangs im Haus während der ersten Wochen helfen dabei, unbemerkte Malheure zu vermeiden, zu denen ein neugieriger, kleiner und agiler Welpe schnell neigt.
Spaziergänge
Mittleres BewegungsbedürfnisDie größte Herausforderung beim Spaziergang mit einem Schipperke ist weniger die Distanz als vielmehr die Impulskontrolle: Der starke Beutetrieb bedeutet, dass ein Rascheln in den Büschen oder ein schnell rennendes Eichhörnchen einen ruhigen Spaziergang in eine intensive Verfolgung verwandeln kann. Ein sicheres Geschirr, eine robuste Leine sowie frühes Rückruf- und Leinenführigkeitstraining sind daher oft wichtiger als reine Kilometerleistung. Tägliche Spaziergänge, verbunden mit Zeit zum Schnüffeln und kleinen Trainingseinheiten zwischendurch, befriedigen das Bedürfnis dieser Rasse nach körperlicher und geistiger Auslastung – ein rein physischer Spaziergang ohne neue Reize lässt den Schipperke meist unterfordert zurück. Da eine natürliche Wachsamkeit und Bellfreudigkeit besteht, muss bei Passanten, anderen Hunden oder unbekannten Geräuschen mit Bellen gerechnet werden. Diese Momente lassen sich hervorragend als ruhige Trainingsgelegenheiten nutzen. Das dichte Haarkleid schützt gut vor Kälte, an warmen, schwülen Tagen ist jedoch Vorsicht geboten, und es sollten bei Bedarf Wasser und Schatten angeboten werden.
Spaziergänge planenWesen
In Belgien entwickelt, um Kanalboote, Häuser und Geschäfte zu bewachen und von Ratten freizuhalten, präsentiert sich der Schipperke als kleiner Hund mit einem enormen Pflichtbewusstsein. Diese Arbeitsvergangenheit prägte eine Rasse, die wachsam und neugierig ist und Neues schnell untersucht – beim Zusammenleben kommt selten Langeweile auf. Schipperkes binden sich eng an ihre Familie und freuen sich, am Alltag teilzuhaben. Ihre Wachhundinstinkte lassen sie jedoch Fremden und ungewohnten Geräuschen gegenüber von Natur aus reserviert und bellfreudig reagieren, weshalb eine frühe, positive Sozialisierung dazu beiträgt, dass sich souveränes, gutmütiges Verhalten einstellt statt ständigem Alarmbellen.
Schipperkes gelten als intelligent und unabhängig denkend und weniger als eifrige Befehlsempfänger, weshalb ein geduldiges, belohnungsbasiertes Training unerlässlich ist; harte Korrekturen führen bei diesem kleinen Hund eher zu Sturheit als zu Gehorsam. Tägliche geistige Stimulation – durch Trainingsspiele, Intelligenzspielzeug und abwechslungsreiche Schnüffelspaziergänge – ist ebenso wichtig wie körperliche Bewegung, da eine mangelnde Auslastung schnell zu unerwünschtem Verhalten wie Graben, Kauen oder der Suche nach Schlupflöchern im Zaun führt. Das Erbe als Nagetierjäger bringt zudem einen ausgeprägten Beutetrieb mit sich. Daher erfordern kleine Tiere und ungesicherte Bereiche eine aufmerksame Beaufsichtigung sowie eine sichere Führung an der Leine und klare Begrenzungen.
Anderen Hunden gegenüber verhalten sich Schipperkes oft wählerisch: Mit bekannten Artgenossen kommen sie meist gut zurecht, während neue Hunde eine behutsame, beaufsichtigte Zusammenführung brauchen. Sie kommen in der Regel gut mit Kindern und den Haushaltsroutinen zurecht, mit denen sie aufwachsen, auch wenn ihre geringe Körpergröße bedeutet, dass Spiel mit kleinen Kindern beaufsichtigt werden sollte, damit der Hund nicht versehentlich zu grob behandelt wird. Ihr dichtes doppeltes Haarkleid wird eher saisonal als ganzjährig abgeworfen, und obwohl sie Kälte gut vertragen, hält wöchentliches Bürsten (häufiger während des saisonalen Fellwechsels) das Fell gesund und angenehm.
Was das Leben mit Schipperke von dir verlangt
Pflege & Fell
- Pflegeaufwand
- Mittlerer Pflegeaufwand
- Haaren
- Saisonaler Fellwechsel
- Fell
- Mittellanges Haar
Bewegung & Beschäftigung
- Tägliche Bewegung
- Mittleres Bewegungsbedürfnis
- Geistige Auslastung
- Viel geistige Auslastung
- Erziehbarkeit
- Eigenständiger Denker
Wesen & Sozialverhalten
- Mit Menschen
- Höflich und freundlich
- Mit Hunden
- Wählerisch mit anderen Hunden
- Mit Kindern
- Gut mit rücksichtsvollen Kindern (unter Aufsicht)
- Bellen / Geräusche
- Lautfreudig
- Jagdtrieb
- Ausgeprägter Jagdtrieb
- Alleinbleiben
- Mittleres Risiko für Trennungsangst
Zuhause & Klima
- Hitze
- Mäßig hitzeverträglich
- Kälte
- Gut kälteverträglich
- Stubenreinheit
- Mittlerer Aufwand zur Stubenreinheit