Lhasa Apso
Mit einem Lhasa Apso zu leben heißt, einen kleinen Hund mit einem ausgeprägten Sinn für seine Aufgabe an seiner Seite zu haben. Über Jahrhunderte als wachsamer Posten in tibetischen Klöstern und Palästen gezüchtet, zeigt sich dieses Erbe noch heute in einer selbstbewussten, aufmerksamen Persönlichkeit, die unter einem üppigen, fließenden Haarkleid verborgen ist. Ein gutes Zusammenleben erfordert die Bereitschaft, einen unabhängig denkenden Begleiter anzunehmen, der seiner Familie treu ergeben, Fremden gegenüber jedoch zurückhaltend ist. Hinzu kommen eine aufwendige tägliche Fellpflege und ein Prozess der Stubenreinheit, der mehr Geduld als Schnelligkeit belohnt. Konsequente, freundliche Führung und frühe Sozialisierung bringen den gelassenen, souveränen Begleiter hervor, für den diese alte Rasse geschaffen wurde.

Alltags-Planer
Stubenreinheit
Anspruchsvoll stubenrein zu bekommenDie Stubenreinheit erfordert bei einem Lhasa Apso oft mehr Geduld als bei vielen anderen Rassen – ihre unabhängige Natur und kleine Blase bedeuten, dass Missgeschicke auch dann noch passieren können, wenn die Grundlagen bereits verstanden scheinen. Ein vorhersehbarer Zeitplan, ein fester Ort zum Lösen und ruhiges, sofortiges Lob für Erfolge im Freien wirken weitaus besser als jede Maßregelung. Ein behutsames Boxentraining oder eine engmaschige Aufsicht im Haus helfen, unbeaufsichtigte Missgeschicke zu vermeiden, bis sich die Gewohnheit gefestigt hat.
Spaziergänge
Mittleres BewegungsbedürfnisDas Bewegungsbedürfnis eines Lhasa Apso ist moderat, aber durchaus vorhanden: Ein paar tägliche Spaziergänge und etwas aktives Spielen halten diesen aufmerksamen kleinen Hund fit und zufrieden, ohne dass ein großer Garten oder weite Strecken erforderlich sind. Ihr üppiges Fell ist besser für kühles Wetter geeignet; planen Sie Spaziergänge im Sommer daher für die kühleren Tageszeiten und ziehen Sie bei nasskaltem Wetter einen leichten Hundemantel in Betracht, um das lange Fell vor Verfilzungen zu schützen. Ein gut sitzendes Brustgeschirr schont Hals und Luftröhre besser als ein Halsband. Da sie gegenüber fremden Hunden reaktiv oder lautstark reagieren können, trägt eine ruhige, vorausschauend gewählte Route dazu bei, dass jeder Spaziergang ein positives Erlebnis bleibt.
Spaziergänge planenWesen
Über tausend Jahre lang dienten Lhasa Apsos als Haushunde und Wächter in tibetischen Klöstern und Adelshäusern. Mit einem scharfen Bellen meldeten sie jede Veränderung, während sie die eigentliche Bewachung größeren Hunden überließen. Dieses Erbe formte einen kleinen Hund mit einem enormen Selbstbewusstsein: wachsam, souverän und von Natur aus misstrauisch gegenüber unvertrauten Personen, doch gleichzeitig verspielt, anhänglich und geradezu komödiantisch bei der Familie, der er vertraut.
Ihre unabhängige Ader bedeutet, dass sie selbst mitdenken, anstatt nur auf Befehl gefallen zu wollen. Daher funktioniert ein geduldiges, konsequentes und belohnungsbasiertes Training weitaus besser als sture Wiederholung oder Härte. Eine frühe, positive Sozialisierung ist besonders wichtig, um dem Lhasa Apso zu helfen, sich zu einem souveränen erwachsenen Hund zu entwickeln und nicht zu einem ängstlichen oder übermäßig bellfreudigen. Ihre Instinkte als Wachhund lassen sie nämlich bei neuen Geräuschen und Besuchern schnell anschlagen.
Anderen Hunden gegenüber sind sie meist wählerisch und ziehen vertraute Gesellschaft oft ungestümen Begegnungen vor. Aufgrund ihrer geringen Größe sollten Interaktionen mit deutlich größeren Hunden beaufsichtigt werden. Sie können wunderbare Familienbegleiter sein, doch ihre Kombination aus kleiner Statur, Unabhängigkeit und geringer Toleranz für grobe Behandlung macht sie eher für Haushalte mit älteren, sanftmütigen Kindern geeignet als für Familien mit Kleinkindern.
Was das Leben mit Lhasa Apso von dir verlangt
Pflege & Fell
- Pflegeaufwand
- Hoher Pflegeaufwand
- Haaren
- Kaum Haarverlust
- Fell
- Langhaarig
Bewegung & Beschäftigung
- Tägliche Bewegung
- Mittleres Bewegungsbedürfnis
- Geistige Auslastung
- Mittlere geistige Auslastung
- Erziehbarkeit
- Eigenständiger Denker
Wesen & Sozialverhalten
- Mit Menschen
- Zurückhaltend gegenüber Fremden
- Mit Hunden
- Wählerisch mit anderen Hunden
- Mit Kindern
- Gut mit rücksichtsvollen Kindern (unter Aufsicht)
- Bellen / Geräusche
- Lautfreudig
- Jagdtrieb
- Geringer Jagdtrieb
- Alleinbleiben
- Mittleres Risiko für Trennungsangst
Zuhause & Klima
- Hitze
- Wenig hitzeverträglich
- Kälte
- Gut kälteverträglich
- Stubenreinheit
- Anspruchsvoll stubenrein zu bekommen