Grosser Schweizer Sennenhund

Der Grosse Schweizer Sennenhund ist eine große, kräftige Schweizer Zug- und Bauernhundrasse – der größte und älteste der Sennenhund-Typen. Ruhig, treu ergeben und überraschend sanft, passt ein „Swissy“ am besten zu einer Familie, die Platz für einen menschenbezogenen Riesen hat und ihm moderate tägliche Bewegung, ein behutsames, gelenkschonendes Wachstum im Welpenalter sowie ein Bewusstsein für das bei Rassen mit tiefem Brustkorb verbreitete Magendrehungsrisiko bieten kann. Sein auffälliges schwarz-rot-weißes Fell ist kurz, haart aber, und Hitze macht ihm schnell zu schaffen.

Sehr groß Größe52–64 kgmännlich39–50 kgweiblich8–11 Jahre Lebenserwartung
AKC (American Kennel Club) · ArbeitshundeFCI (Fédération Cynologique Internationale) · Schweizer SennenhundeUKC (United Kennel Club) · Wachhund
Buntstift-Illustration eines Grosser Schweizer Sennenhund

Alltags-Planer

Stubenreinheit

Mittlerer Aufwand zur Stubenreinheit

Die Stubenreinheit gelingt bei einem Grossen Schweizer Sennenhund im Allgemeinen unkompliziert, da er willig und menschenbezogen ist; ein Welpe einer Riesenrasse reift jedoch langsam, und eine noch wachsende Blase erfordert Geduld. Häufige, ruhige Gänge nach draußen nach dem Fressen, dem Schlafen und dem Spielen – verbunden mit warmem Lob für jeden Erfolg – festigen die Gewohnheit schneller als jede Korrektur. Sein kälteunempfindliches Fell sorgt dafür, dass kühles oder nasses Wetter ihn selten davon abhält, nach draußen zu gehen.

Meist 4–6 Monate bei einem beständigen Ablauf
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Spaziergänge

Mittleres Bewegungsbedürfnis

Beim Spaziergang geht es beim Grossen Schweizer Sennenhund vor allem darum, Aktivität mit behutsamem Wachstum und Hitzeempfindlichkeit in Einklang zu bringen. Als Zughunderasse gedeiht er mit mäßiger, gleichmäßiger Bewegung – täglichen Spaziergängen und gelenkschonender Aktivität – statt mit langen, harten Läufen, und die Einheiten sanft zu halten, solange sich die Gelenke eines Welpen entwickeln, schützt das langfristige Wohlbefinden. Sein dichtes Fell macht Ausflüge bei warmem Wetter anstrengend, bevorzuge daher die Kühle des frühen Morgens oder Abends, achte auf starkes Hecheln und biete Wasser jederzeit an. Bei kaltem Wetter ist er in seinem Element. Ein beständiger Tagesablauf hält einen Hund einer Riesenrasse fit, schlank und zufrieden.

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Wesen

Der Grosse Schweizer Sennenhund wurde als vielseitiger Bauernhund entwickelt – zum Ziehen von Karren, zum Treiben des Viehs und zum Bewachen des Hofes –, und dieser Hintergrund zeigt sich in einem ruhigen, verlässlichen Wesen. Swissys binden sich eng an ihre Familie und sind am glücklichsten als vollwertige Mitglieder des Haushalts. Sie sind willige, feinfühlige Hunde, die am besten auf geduldiges, belohnungsbasiertes Training ansprechen; da sie körperlich wie geistig langsam reifen, zählen Beständigkeit und sanfte Führung durch eine lange Jugend mehr als Strenge.

Mit ihren Menschen sind sie anhänglich und oft sanft im Umgang mit Kindern, doch ihre schiere Größe bedeutet, dass das Spiel mit kleinen Kindern beaufsichtigt werden sollte, damit ein begeistertes Anlehnen oder Schwanzwedeln niemanden umstößt. Fremden gegenüber sind sie in der Regel aufmerksam und wachsam – eine natürliche Wächtereigenschaft –, die sich durch frühe, positive Sozialisierung zu selbstsicherem, umgänglichem Verhalten gegenüber neuen Menschen, Hunden und Orten festigt.

Als Zughunderasse braucht der Swissy eher mäßige als extreme Bewegung: Tägliche Spaziergänge und gleichmäßige Aktivität halten ihn fit, ohne Gelenke zu überfordern, die bei einem großen, schnell wachsenden Welpen noch in der Entwicklung sind. Er trägt ein dichtes Doppelhaar, das für kalte Arbeit in den Alpen gemacht ist, weshalb er den Winter gut verträgt, bei warmem Wetter aber schnell ermüdet und überhitzt – plane Ausflüge für die kühleren Stunden und biete stets Schatten und Wasser an.

Sein kurzes Fell ist vergleichsweise pflegeleicht und braucht wöchentliches Bürsten, das während des saisonalen Fellwechsels zunimmt. Da Riesenrassen mit tiefem Brustkorb besondere gesundheitliche Aspekte mit sich bringen, sind das Erkennen der Anzeichen einer Magendrehung und regelmäßige, empfohlene Gelenkuntersuchungen bedeutsame Teile einer guten Fürsorge für diese Rasse.

Was das Leben mit Grosser Schweizer Sennenhund von dir verlangt

Pflege & Fell

Pflegeaufwand
Geringer Pflegeaufwand
Haaren
Saisonaler Fellwechsel
Fell
Kurzhaarig

Bewegung & Beschäftigung

Tägliche Bewegung
Mittleres Bewegungsbedürfnis
Geistige Auslastung
Mittlere geistige Auslastung
Erziehbarkeit
Menschenbezogen und lernwillig

Wesen & Sozialverhalten

Mit Menschen
Höflich und freundlich
Mit Hunden
Verträglich mit anderen Hunden
Mit Kindern
Sanft zu Kindern (immer unter Aufsicht)
Bellen / Geräusche
Mäßig lautfreudig
Jagdtrieb
Mittlerer Jagdtrieb
Alleinbleiben
Mittleres Risiko für Trennungsangst

Zuhause & Klima

Hitze
Wenig hitzeverträglich
Kälte
Gut kälteverträglich
Stubenreinheit
Mittlerer Aufwand zur Stubenreinheit

Gesundheit & Vorsorge

Allgemeine Informationen, keine tierärztliche Beratung. Prädisposition ≠ Diagnose. Konsultieren Sie immer Ihren Tierarzt. Jede Aussage ist unten belegt.
Hüftgelenksdysplasiehigh-Konfidenz
Empfohlene Untersuchungen: OFA-Hüftuntersuchung · PennHIP-Untersuchung
Eine radiologische Untersuchung der Hüfte ist ein zentrales orthopädisches Screening, das die Gesundheitsstiftung der Rasse empfiehlt; das Screening trägt zusammen mit einem gelenkschonenden Wachstum und einer schlanken Statur dazu bei, das Wohlbefinden eines Hundes einer Riesenrasse zu unterstützen.
Ellbogendysplasiehigh-Konfidenz
Empfohlene Untersuchungen: OFA-Ellbogenuntersuchung
Eine radiologische Untersuchung des Ellbogens leitet eine verantwortungsvolle Zucht an und kann dabei helfen, gelenkschonende Bewegung für einen großen, noch in der Entwicklung befindlichen Hund abzustimmen.
Osteochondrose (OCD)high-Konfidenz
Empfohlene Untersuchungen: OFA-Schulterbewertung
Osteochondrose der Schulter ist bei dieser schnell wachsenden Riesenrasse dokumentiert; die Stiftung empfiehlt eine radiologische Untersuchung der Schulter, und ein stetiges, gelenkschonendes Wachstum im Welpenalter kann dazu beitragen, den sich entwickelnden Knorpel zu unterstützen.
Magendrehung (Gastric Dilatation-Volvulus)high-Konfidenz
Empfohlene Untersuchungen: Beratung zur prophylaktischen Gastropexie
Als große Rasse mit tiefem Brustkorb sind das Erlernen der Notfallanzeichen einer Magendrehung und die Besprechung einer vorbeugenden Gastropexie mit dem Tierarzt sinnvolle Vorsichtsmaßnahmen; eine Milztorsion wird von der Stiftung als verwandtes Thema genannt.
Idiopathische Epilepsiehigh-Konfidenz
Empfohlene Untersuchungen: Tierärztliche neurologische Untersuchung
Idiopathische Epilepsie ist bei der Rasse anerkannt; eine tierärztliche neurologische Untersuchung hilft, andere Ursachen auszuschließen, und viele betroffene Hunde können bei angemessener tierärztlicher Betreuung ein gutes Leben führen.
Dilatative Kardiomyopathiemoderate-Konfidenz
Empfohlene Untersuchungen: Herzultraschall (Echokardiografie) · Holter-Monitor (24-Stunden-EKG)
Die dilatative Kardiomyopathie (DCM) wird von der Gesundheitsstiftung der Rasse als anerkanntes Herzproblem verfolgt; ein Echokardiogramm durch einen Kardiologen, mitunter ergänzt durch ein Holter-EKG, kann helfen, frühe Veränderungen zu erkennen und die Betreuung zu steuern.