Dogue de Bordeaux
Die Bordeauxdogge ist ein massiver, muskulöser französischer Mastiff mit einem unverkennbar faltigen, breiten Kopf und einem Herzen, das ganz an ihrer Familie hängt – eine Rasse, die für die Bewachung von Anwesen und Vieh gezüchtet wurde und sich zu einem der treuesten, anhänglichsten Begleiter unter den Riesenrassen entwickelt hat. Ein gutes Zusammenleben mit ihr bedeutet, sich auf einen Hund einzulassen, der am liebsten immer in der Nähe seiner Menschen ist. Gleichzeitig erfordert sie eine sorgfältige Schonung von Gelenken und Herz während des schnellen Wachstums, besondere Rücksicht auf ihre ausgeprägte Hitzeempfindlichkeit und Pflege des kurzen, unkomplizierten Fells, bei dem dennoch die Falten regelmäßig gereinigt werden müssen. Geduldige, frühe Sozialisierung und eine ruhige, souveräne Führung bringen den sanften, beständigen Begleiter zum Vorschein, für den diese Rasse bekannt ist.

Alltags-Planer
Stubenreinheit
Mittlerer Aufwand zur StubenreinheitDie Stubenreinheit ist bei einer Bordeauxdogge in der Regel gut machbar, da die Rasse ihrer Familie gefallen möchte. Riesenrassen reifen jedoch langsamer heran, als ihre Größe vermuten lässt, weshalb hier Geduld wichtiger ist als Schnelligkeit. Ein konstanter Rhythmus mit häufigen Gängen nach draußen – nach den Mahlzeiten, nach Schläfchen und nach dem Spielen –, kombiniert mit ruhigem Lob für jeden Erfolg, baut die Gewohnheit zuverlässig auf. Korrekturen neigen dazu, das Vertrauen zu untergraben, auf das sich diese Rasse stützt. Da die Welpen sehr schnell wachsen, hilft die Beibehaltung einer konsequenten Routine auch bei rascher körperlicher Veränderung dabei, dass sich die Gewohnheit festigt.
Spaziergänge
Mittleres BewegungsbedürfnisHitze, nicht die Entfernung, ist die Haupteinschränkung bei Spaziergängen mit einer Bordeauxdogge. Tägliche moderate Bewegung hält diese Riesenrasse fit und unterstützt einen schlanken Körperbau, was wiederum ihre Gelenke und ihr Herz schützt. Durch den breiten Fang und die schwere Statur besteht jedoch ein echtes Risiko der Überhitzung. An warmen Tagen sollten daher die frühen Morgen- oder Abendstunden bevorzugt werden, und starkes Hecheln ist als klares Signal zu werten, stehen zu bleiben und Wasser im Schatten anzubieten. Solange sich Gelenke und Wachstumsfugen noch entwickeln, sollten die Spaziergänge schonend gestaltet werden. Leinenführigkeit und ruhige Begrüßungen sollten frühzeitig geübt werden, da gute Manieren bei einem leichten Welpen wesentlich einfacher zu etablieren sind als bei einem ausgewachsenen Hund, der ein Vielfaches dieses Gewichts auf die Waage bringt. Ein vorhersehbarer Tagesrhythmus entspricht sowohl dem Bedürfnis dieser Rasse nach Nähe als auch nach Struktur.
Spaziergänge planenWesen
Die Geschichte der Bordeauxdogge reicht Jahrhunderte in den Südwesten Frankreichs zurück, wo sie Anwesen, Herden und Häuser eher mit ruhiger Stärke als mit stetigem Lärm bewachte. Dieses Erbe zeigt sich noch heute in einem Hund, der Fremden gegenüber von Natur aus wachsam, aber seiner eigenen Familie gegenüber bemerkenswert sanft, geduldig und anhänglich ist. Oft wird die Rasse als ein Hund beschrieben, der sein beachtliches Gewicht am liebsten an eine Lieblingsperson lehnen und so nah wie möglich bei ihr bleiben möchte.
Es ist eine Rasse, die sich intensiv bindet. Das ist ein Geschenk, aber auch eine Verantwortung: Viele Bordeauxdoggen kommen mit längeren Phasen des Alleinseins schlecht zurecht. Daher fördert der schrittweise Aufbau einer gewissen Eigenständigkeit ab dem Welpenalter, gepaart mit viel gemeinsamer Zeit, ihr Wohlbefinden. Sie sind intelligent, aber eher eigenständige Denker als reflexartige Befehlsempfänger. Konsequentes, belohnungsbasiertes Training, das früh beginnt – solange ein Welpe noch eine gut handhabbare Größe hat –, zahlt sich enorm aus, wenn der Hund seine volle, beträchtliche Kraft erreicht. Ein harter Umgang untergräbt bei einem derart starken Tier lediglich das Vertrauen.
Anderen Hunden gegenüber können sie wählerisch sein, insbesondere bei fremden Hunden des gleichen Geschlechts. Daher sind wohlüberlegte Zusammenführungen und begleitete Begegnungen ein Leben lang wichtig. Im Umgang mit Kindern im eigenen Haushalt sind Bordeauxdoggen in der Regel sanfte und geduldige Begleiter. Aufgrund ihrer schieren Größe und Begeisterungsfähigkeit sollte das Spielen mit kleinen Kindern jedoch stets beaufsichtigt werden, damit niemand versehentlich umgestoßen wird. Ihr Bewegungsbedürfnis ist eher moderat als hoch. Durch ihren schweren Körperbau und den breiten Fang sind sie zudem besonders hitzeempfindlich. Aktivitäten bei warmem Wetter sollten daher in die kühlen Tageszeiten verlegt werden, mit stets einfachem Zugang zu Schatten und Wasser.
Was das Leben mit Dogue de Bordeaux von dir verlangt
Pflege & Fell
- Pflegeaufwand
- Mittlerer Pflegeaufwand
- Haaren
- Saisonaler Fellwechsel
- Fell
- Kurzhaarig
Bewegung & Beschäftigung
- Tägliche Bewegung
- Mittleres Bewegungsbedürfnis
- Geistige Auslastung
- Mittlere geistige Auslastung
- Erziehbarkeit
- Eigenständiger Denker
Wesen & Sozialverhalten
- Mit Menschen
- Begeistert freundlich
- Mit Hunden
- Wählerisch mit anderen Hunden
- Mit Kindern
- Sanft zu Kindern (immer unter Aufsicht)
- Bellen / Geräusche
- Ruhig
- Jagdtrieb
- Mittlerer Jagdtrieb
- Alleinbleiben
- Hohes Risiko für Trennungsangst
Zuhause & Klima
- Hitze
- Wenig hitzeverträglich
- Kälte
- Wenig kälteverträglich
- Stubenreinheit
- Mittlerer Aufwand zur Stubenreinheit