Cairn Terrier

Der Cairn Terrier ist ein kleiner, robuster Erdhund aus den schottischen Highlands, gezüchtet, um Füchse und Ungeziefer aus felsigen Steinhaufen (Cairns) zu treiben – hart im Nehmen, neugierig und voller fröhlichem Terrier-Selbstbewusstsein. Das Leben mit einem Cairn bedeutet, einen lebhaften, wissbegierigen Begleiter aufzunehmen, mit einem starken Instinkt zu graben und zu jagen, einem wetterfesten, harten Fell, das recht wenig haart, und einem mutigen kleinen Charakter, der bei Aktivität, Gesellschaft und behutsamem, zugewandtem Training aufblüht.

Klein Größe6–8 kgmännlich5–7 kgweiblich13–15 Jahre Lebenserwartung
AKC (American Kennel Club) · TerrierFCI (Fédération Cynologique Internationale) · TerrierUKC (United Kennel Club) · Terrier
Buntstift-Illustration eines Cairn Terrier

Alltags-Planer

Stubenreinheit

Mittlerer Aufwand zur Stubenreinheit

Bei der Stubenreinheit eines Cairn Terriers zahlen sich Geduld und Beständigkeit aus, denn die kleine Blase eines kleinen Hundes und ein eigenständiger Terrierkopf können die ersten Wochen zäh erscheinen lassen. Ein vorhersehbarer Zeitplan, häufige Gänge nach draußen nach Mahlzeiten, Nickerchen und Spiel sowie warmes Lob für jeden Erfolg helfen der Gewohnheit, sich schneller zu festigen als jede Korrektur – und halten den Prozess für einen sensiblen, klugen kleinen Hund positiv.

Meist 4–6 Monate bei einem beständigen Ablauf
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Spaziergänge

Mittleres Bewegungsbedürfnis

Ein Spaziergang mit einem Cairn Terrier ist ein lebhaftes Vergnügen, sofern man einen ausgeprägten Beutetrieb und den natürlichen Drang zu graben und zu erkunden einplant. Weil er darauf geprägt ist, kleine, schnelle Tiere zu jagen, sind ein sicheres Geschirr und eine sichere Leine im offenen Gelände ratsam, während die Freiheit ohne Leine am besten sicher eingezäunten Flächen vorbehalten bleibt, wo er nach Herzenslust traben, schnüffeln und stöbern kann. Dank seines schützenden Fells ist er bei kühlem und nassem Wetter hart im Nehmen, und tägliche Spaziergänge, verbunden mit Schnüffeln und Spiel, halten diesen regen kleinen Begleiter fit, ausgelastet und zufrieden.

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Wesen

Der Cairn Terrier ist ein mutiger, neugieriger und fröhlicher kleiner Hund mit weit mehr Substanz, als seine Größe vermuten lässt. Dafür gezüchtet, unter der Erde eigenständig zu arbeiten, ist er schnell im Denken und selbstsicher und erkundet die Welt gern nach seinen eigenen Regeln – eine eigenständige Ader, mit der man am besten durch geduldiges, gut gelauntes und belohnungsbasiertes Training arbeitet statt dagegen. Er ist intelligent und hat gern eine Aufgabe, daher helfen kurze, abwechslungsreiche Einheiten und Denkspiele, diesen regen Geist zufrieden zu halten.

Zu Hause ist er anhänglich, verspielt und seinen Menschen gegenüber meist freundlich und begrüßt die Welt oft mit echter Begeisterung. Mit Kindern ist er in der Regel robust und gutmütig, was zu aktiven Familien passt, wobei das Spiel mit sehr kleinen Kindern zum Wohlbefinden aller am besten beaufsichtigt wird. Anderen Hunden gegenüber kann er wählerisch sein, und sein Erbe als Erdhund verleiht ihm einen ausgeprägten Beutetrieb, sodass kleine Haustiere und sich schnell bewegende Tiere den Instinkt zum Hetzen wecken können.

Eben dieser Arbeitshintergrund bedeutet, dass ein Cairn gern gräbt, erkundet und beschäftigt bleibt; ein sicher eingezäunter Garten und tägliche Aktivität geben diesen Instinkten ein sinnvolles Ventil. Sein hartes, wetterfestes Doppelfell haart recht wenig und wird traditionell durch Trimmen (Hand-Stripping) oder regelmäßiges Bürsten in Form gehalten statt durch starkes Scheren, was dem Fell hilft, seine schützende Textur zu bewahren. Von Natur aus aufmerksam, meldet er Besuch mitunter durch Bellen, und ruhige, beständige Anleitung hilft, diese Wachsamkeit im richtigen Maß zu halten.

Was das Leben mit Cairn Terrier von dir verlangt

Pflege & Fell

Pflegeaufwand
Mittlerer Pflegeaufwand
Haaren
Kaum Haarverlust
Fell
Mittellanges Haar

Bewegung & Beschäftigung

Tägliche Bewegung
Mittleres Bewegungsbedürfnis
Geistige Auslastung
Mittlere geistige Auslastung
Erziehbarkeit
Ausgeglichen

Wesen & Sozialverhalten

Mit Menschen
Begeistert freundlich
Mit Hunden
Wählerisch mit anderen Hunden
Mit Kindern
Sanft zu Kindern (immer unter Aufsicht)
Bellen / Geräusche
Mäßig lautfreudig
Jagdtrieb
Ausgeprägter Jagdtrieb
Alleinbleiben
Mittleres Risiko für Trennungsangst

Zuhause & Klima

Hitze
Mäßig hitzeverträglich
Kälte
Gut kälteverträglich
Stubenreinheit
Mittlerer Aufwand zur Stubenreinheit

Gesundheit & Vorsorge

Allgemeine Informationen, keine tierärztliche Beratung. Prädisposition ≠ Diagnose. Konsultieren Sie immer Ihren Tierarzt. Jede Aussage ist unten belegt.
Patellaluxationhigh-Konfidenz
Empfohlene Untersuchungen: OFA-Patellauntersuchung
Eine Patella-Untersuchung gehört zu den vom nationalen Rasseklub empfohlenen Tests; die Kontrolle der Kniescheiben unterstützt eine verantwortungsvolle Zucht und kann helfen, Hunde zu identifizieren, die von einer angepassten, schonenden Aktivität profitieren können.
Globoidzell-Leukodystrophiehigh-Konfidenz
Empfohlene Untersuchungen: GCL-DNA-Test
Vor der Zucht wird ein DNA-Test auf Globoidzell-Leukodystrophie (globoid cell leukodystrophy) empfohlen; der Test ermöglicht es Züchtern, Hunde wohlüberlegt zu verpaaren, sodass diese vererbte neurologische Erkrankung mit der Zeit herausgezüchtet werden kann.
Portosystemischer Shunt (Leber-Shunt)high-Konfidenz
Empfohlene Untersuchungen: Gallensäuren-Bluttest
Ein Gallensäure-Bluttest überprüft die Leberfunktion und portosystemische Shunts (portosystemic shunt); wird ein Problem früh erkannt, können Haushalt und Tierarzt Ernährung und Pflege so planen, dass sich der Hund wohlfühlt.
Kraniomandibuläre Osteopathiehigh-Konfidenz
Empfohlene Untersuchungen: CMO-DNA-Test
Vor der Zucht wird ein DNA-Test auf kraniomandibuläre Osteopathie (craniomandibular osteopathy) empfohlen; diese entwicklungsbedingte Kiefererkrankung lässt mit zunehmender Reife typischerweise nach, und der Test hilft Züchtern, ihr Auftreten zu verringern.
Okuläre Melanosehigh-Konfidenz
Empfohlene Untersuchungen: Augenuntersuchung durch Fachtierarzt
Der Rasseklub empfiehlt zur Abklärung einer okulären Melanose (ocular melanosis) eine Augenuntersuchung mit geweiteter Pupille durch einen Fachtierarzt für Augenheilkunde; regelmäßige Kontrollen unterstützen eine frühzeitige Beobachtung und tragen dazu bei, dass das Sehen eines betroffenen Hundes angenehm bleibt.