Bull Terrier
Der Bullterrier ist ein unverwechselbares Original mit seinem charakteristischen eiförmigen Kopf. Er entstand im 19. Jahrhundert in England aus Kreuzungen von Old English Terriern und Bulldogs und wurde später vom Züchter James Hinks zu einem komplett weißen, eleganten Begleiter weiterentwickelt, der für seinen muskulösen Körperbau und sein geradezu clowneskes Wesen geschätzt wurde. Ein harmonisches Zusammenleben bedeutet, einen verspielten, schelmischen und sehr menschenbezogenen Hund aufzunehmen, der jedoch auch eine unabhängige Ader, einen ausgeprägten Beutetrieb und ein hohes Bedürfnis nach körperlicher und geistiger Auslastung mitbringt. Strukturiertes Training, tägliche Beschäftigungsangebote und sorgfältig begleitete Begegnungen mit anderen Hunden bringen die humorvolle und liebevolle Seite dieser Rasse zum Vorschein und sorgen dafür, dass alle – ob Mensch oder Hund – sicher und zufrieden sind.

Alltags-Planer
Stubenreinheit
Mittlerer Aufwand zur StubenreinheitDie Stubenreinheit bei einem Bullterrier erfordert Geduld mit einem Hund, der gerne eigene Entscheidungen trifft. Diese Rasse spricht weitaus besser auf konsequente, positive Routinen und großzügige Belohnungen an als auf jegliche Art von Maßregelung. Ein vorhersehbarer Zeitplan mit häufigen Ausflügen nach draußen – insbesondere nach den Mahlzeiten, nach dem Schlafen und nach dem Spielen – gepaart mit ruhigem Lob genau in dem Moment, in dem das Geschäft erledigt ist, festigt die Gewohnheit kontinuierlich. Ein begrenzter Raum oder eine Hundebox zwischen den Gängen nach draußen hilft, unbeaufsichtigte Missgeschicke zu vermeiden, bis sich die Routine gefestigt hat. Wenn alle Familienmitglieder am selben Strang ziehen, beschleunigt dies den Lernprozess deutlich.
Spaziergänge
Hohes BewegungsbedürfnisBullterrier benötigen täglich ausgiebige Bewegung, um ihre Energie abzubauen und ihren aktiven Geist zu beruhigen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Leinenführigkeit: Aufgrund ihres Beutetriebs und ihres selektiven Verhaltens gegenüber Artgenossen sind eine sichere Leine, ein gut sitzendes Geschirr und ein aufmerksames Management in der Nähe von freilaufenden Hunden oder kleinen Tieren unerlässlich. Ein frühes, geduldiges Leinentraining zahlt sich aus, da sich diese muskulöse, unabhängige Rasse als Welpe viel leichter ruhig führen lässt als später, wenn sie erst einmal ihre volle Kraft entwickelt hat. An warmen Tagen sollten, insbesondere bei Hunden mit hellem Fell, die kühleren Morgen- und Abendstunden bevorzugt und auf Sonnenempfindlichkeit geachtet werden. Wenn Schnüffelpausen oder kurze Trainingseinheiten in den Spaziergang integriert werden, erhält die Rasse neben der körperlichen Auslastung auch die geistige Beschäftigung, die sie so dringend braucht.
Spaziergänge planenWesen
Der Ursprung des Bullterriers liegt im England des 19. Jahrhunderts, wo Kreuzungen aus Old English Terrier und Bulldogge zunächst einen mutigen, athletischen Hund für die damaligen Tierkämpfe hervorbrachten. Später formte der Züchter James Hinks den komplett weißen „White Cavalier" zu dem eleganten Begleithund, der heute an seinem markanten, eiförmigen Kopf erkennbar ist. Diese Vergangenheit als Gebrauchshund hat einen hartnäckigen, mutigen und charakterstarken Vierbeiner hinterlassen. Generationen gezielter Begleithundezucht haben jedoch ein Temperament geschaffen, das sich im besten Fall als clowneskes, liebevolles und stark an die Familie gebundenes Wesen zeigt. Viele Bullterrier sind berühmt für ihren Sinn für Humor und ihren Willen, stets in der Nähe ihrer Lieblingsmenschen zu sein.
Aufgrund eben dieser Geschichte neigt die Rasse eher zu unabhängigem Denken als zu blindem Gehorsam. Ein geduldiges, konsequentes und belohnungsbasiertes Training erzielt daher weitaus bessere Ergebnisse als ständige Wiederholungen oder stark maßregelnde Methoden. Da Bullterrier fremden Hunden oder gleichgeschlechtlichen Artgenossen gegenüber selektiv sein können, sind eine frühe, sorgfältige Sozialisierung, eine aufmerksame Begleitung bei Hundebegegnungen und ein sicheres Management im Umgang mit anderen Tieren ein Leben lang wichtig. Auch ein ausgeprägter Beutetrieb bei kleinen, sich schnell bewegenden Tieren ist rassetypisch und sollte vorausschauend berücksichtigt werden. Innerhalb der eigenen Familie zeigen sich die meisten Bullterrier herzlich und verspielt, wobei ihre Überschwänglichkeit und Kraft bedeuten, dass das Spielen mit kleinen Kindern immer beaufsichtigt werden sollte.
Bullterrier verfügen über ein hohes Energielevel und ein sehr großes Bedürfnis nach geistiger Arbeit. Tägliche Bewegung gepaart mit Trainingsspielen, Intelligenzspielzeug und abwechslungsreicher Beschäftigung stellt sicher, dass der aktive Geist gefordert wird. Dies hilft auch, zwanghaften Verhaltensweisen wie dem Schwanzjagen vorzubeugen, zu denen die Rasse bei Unterforderung neigen kann. Das kurze Fell ist sehr pflegeleicht, allerdings reagieren helle oder rein weiße Hunde empfindlicher auf die Sonne, weshalb an hellen Tagen auf entsprechenden Sonnenschutz geachtet werden sollte. Bei kühlerem Wetter empfehlen sich ein Hundemantel oder verkürzte Aufenthalte im Freien.
Was das Leben mit Bull Terrier von dir verlangt
Pflege & Fell
- Pflegeaufwand
- Geringer Pflegeaufwand
- Haaren
- Saisonaler Fellwechsel
- Fell
- Kurzhaarig
Bewegung & Beschäftigung
- Tägliche Bewegung
- Hohes Bewegungsbedürfnis
- Geistige Auslastung
- Viel geistige Auslastung
- Erziehbarkeit
- Eigenständiger Denker
Wesen & Sozialverhalten
- Mit Menschen
- Begeistert freundlich
- Mit Hunden
- Wählerisch mit anderen Hunden
- Mit Kindern
- Gut mit rücksichtsvollen Kindern (unter Aufsicht)
- Bellen / Geräusche
- Ruhig
- Jagdtrieb
- Ausgeprägter Jagdtrieb
- Alleinbleiben
- Mittleres Risiko für Trennungsangst
Zuhause & Klima
- Hitze
- Mäßig hitzeverträglich
- Kälte
- Wenig kälteverträglich
- Stubenreinheit
- Mittlerer Aufwand zur Stubenreinheit