Borzoi
Der Borzoi ist ein großer, eleganter Windhund, der vom russischen Adel gezüchtet wurde, um Wild über offenes Gelände durch Sicht und Geschwindigkeit anstatt durch Geruchssinn zu jagen — ein Erbe, das einen Hund geformt hat, der im Freien eine Explosion kontrollierter Athletik und zu Hause eine ruhige, würdevolle Erscheinung ist. Ein gutes Zusammenleben bedeutet, eine Rasse zu respektieren, die für den Sprint gebaut ist: ein sicherer, eingezäunter Bereich für gefahrlose, unangeleinte Sprints, verlässliche Leinenführigkeit für alle anderen Orte und ein Fell, das für ein paar gründliche wöchentliche Bürsteneinheiten auf minimale tägliche Pflege verzichtet. Ruhig, sensibel und tief mit seinen Menschen verbunden, belohnt ein Borzoi geduldige, sanfte Anleitung mit einem gelassenen, anspruchslosen Begleiter, der genauso zufrieden auf einem weichen Bett eingerollt ist, wie er über ein Feld fliegt.

Alltags-Planer
Stubenreinheit
Mittlerer Aufwand zur StubenreinheitDie Stubenreinheit eines Borzois verläuft mit Geduld im Allgemeinen reibungslos, obwohl ihre unabhängige Windhund-Mentalität bedeutet, dass sie besser auf eine ruhige, beständige Routine reagieren als auf ständiges Wiederholungstraining. Häufige, unaufgeregte Ausflüge nach draußen nach den Mahlzeiten, nach dem Nickerchen und nach dem Spielen, gepaart mit ruhigem Lob für den Erfolg, bauen die Gewohnheit stetig auf. Da Borzois empfindlich auf den Tonfall reagieren, sollte Schimpfen bei Unfällen vermieden und stattdessen einfach die Routine fortgesetzt werden. Ein vorhersehbarer Zeitplan und aufmerksame Betreuung in den ersten Wochen bringen einen Welpen angenehm durch diese Phase.
Spaziergänge
Hohes BewegungsbedürfnisDie Bedürfnisse des Borzois beim Gassigehen konzentrieren sich auf kontrollierte Geschwindigkeitsexplosionen anstelle von Distanz oder Dauer. Ein paar moderate tägliche Spaziergänge stellen diesen athletischen Windhund zufrieden, aber das eigentliche Ventil ist gelegentliches sicheres, unangeleintes Sprinten in einem sicher eingezäunten Bereich, da ihr visuell gesteuerter Jagdinstinkt den Rückruf in der Nähe von freilaufenden Tieren bestenfalls unzuverlässig macht. Ein robustes Geschirr, eine vom Welpenalter an konsequent genutzte Leine und ruhige, schonende Einheiten, während sich die Gelenke noch entwickeln, helfen dabei. Da ein schlanker Hund mit tiefem Brustkorb überhitzen oder seine Gelenke überlasten kann, wenn er in zu jungem Alter zu sehr gefordert wird, sollten kurze Ausflüge bei kühlem Wetter bevorzugt werden. Sprinteinheiten sollten erst später erfolgen, sobald tierärztlich bestätigt ist, dass der Hund ausgewachsen ist.
Spaziergänge planenWesen
Über Jahrhunderte vom russischen Adel entwickelt, um Wölfe und Hasen über die offene Steppe zu jagen, ist der Borzoi eher für explosive Geschwindigkeit als für Ausdauer oder Nasenarbeit gebaut. Dieses Erbe zeigt sich in einem Hund von ruhiger, selbstbeherrschter Zuversicht: Zu Hause sind Borzois sanft, gefasst und werden in ihrer ruhigen Unabhängigkeit oft als katzenhaft beschrieben, zufrieden damit, einen Raum von einem bequemen Platz aus zu beobachten, anstatt ständige Aufmerksamkeit zu suchen.
Als Windhunde sind Borzois intelligente, aber eigenständige Denker, nicht reflexartig gehorsam, und sie reagieren am besten auf geduldiges, belohnungsbasiertes Training mit viel Beständigkeit; harte Korrekturen neigen dazu, eine so sensible Rasse eher zu verschließen als zu motivieren. Gegenüber Fremden sind sie typischerweise eher zurückhaltend als aufgeschlossen, tauen in ihrer eigenen Zeit auf und sind ihrer eigenen Familie tief ergeben, sobald Vertrauen aufgebaut ist. Ihr starker, visuell gesteuerter Beutetrieb bedeutet, dass kleine, sich schnell bewegende Tiere eine sofortige Jagd auslösen können, weshalb sichere Zäune und verlässliche Leinenführigkeit weitaus wichtiger sind als reines Rückruftraining ohne Leine.
Borzois sind sanft zu den Kindern, mit denen sie aufwachsen. Ihr großer, schmaler Körperbau und ihr geringer Körperfettanteil bedeuten jedoch, dass ungestümes Spielen beaufsichtigt werden sollte, damit niemand angerempelt oder der Hund nicht grob behandelt wird. Mit anderen Hunden kommen sie im Allgemeinen gut aus, besonders mit solchen, die zusammen aufgewachsen sind, obwohl Zusammenführungen mit kleinen Haustieren aufgrund ihres jagdlichen Erbes Vorsicht erfordern. Ihr langes, seidiges Fell muss ein- oder zweimal pro Woche gründlich gebürstet werden, um angenehm und frei von Verfilzungen zu bleiben. Durch ihren schlanken Körperbau und ihr Fell vertragen sie Kälte gut, brauchen aber bei heißem Wetter Schatten, Wasser und Ruhepausen.
Was das Leben mit Borzoi von dir verlangt
Pflege & Fell
- Pflegeaufwand
- Mittlerer Pflegeaufwand
- Haaren
- Saisonaler Fellwechsel
- Fell
- Langhaarig
Bewegung & Beschäftigung
- Tägliche Bewegung
- Hohes Bewegungsbedürfnis
- Geistige Auslastung
- Mittlere geistige Auslastung
- Erziehbarkeit
- Eigenständiger Denker
Wesen & Sozialverhalten
- Mit Menschen
- Zurückhaltend gegenüber Fremden
- Mit Hunden
- Verträglich mit anderen Hunden
- Mit Kindern
- Gut mit rücksichtsvollen Kindern (unter Aufsicht)
- Bellen / Geräusche
- Ruhig
- Jagdtrieb
- Ausgeprägter Jagdtrieb
- Alleinbleiben
- Mittleres Risiko für Trennungsangst
Zuhause & Klima
- Hitze
- Wenig hitzeverträglich
- Kälte
- Gut kälteverträglich
- Stubenreinheit
- Mittlerer Aufwand zur Stubenreinheit